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Schloss Nordkirchen – Hochzeit in Westfalen – Erlebnisbericht

Gepostet am 06/06/2011 | Keine Kommentare

Schloss Nordkirchen – Hochzeit in Westfalen – Erlebnisbericht

Das cheap nba jerseys Schloss Nordkirchen wird zurecht auch das „Westfälische Versailles“ genannt. Das barocke Wasserschloss inmitten in einer gepflegten Parkanlage im Herzen Westfalens erstrahlt in feudalem Glanz. Romantik pur. Da wird die Braut zur Islay Prinzessin.

Auf dem Schloss kann man standesamtlich und kirchlich heiraten. Besucht mal an einem Samstag nachmittag im Sommer das Schloss und ich garantiere euch, dass ihr mindestens zwei Brautpaare auf Fototour seht.

Die standesamtliche Trauung

Die standesamtliche Trauung findet auf der linken Seite des Schlosses (vom Tor aus) im sogenannten „Hochzeitstürmchen“ statt. Das Türmchen bietet Platz für etwa 20-30 Gäste. (Das war jetzt geschätzt, bei meinem nächsten Besuch zähle ich mal durch und korrigiere das dann hier.)

Das zuständige Standesamt in cheap jerseys Nordkirchen hat das Potential des Schlosses erkannt und bietet Hochzeiten an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr an. Damit das Of überhaupt machbar ist, beschäftigt das Standesamt sechs Vollzeit-Standesbeamte, die sich regelmäßig abwechseln. Wie mir mal einer von ihnen verriet, gab es dort schon Trauungen um 3 Uhr morgens und an Silvester und Weihnachten.
An besonders beliebten Terminen (wie in diesem Jahr der 11.11.2011) wird von morgens 9 Uhr bis abends 22 Uhr stündlich ein Brautpaar verheiratet. Ich selbst habe bereits drei der Standesbeamten live erlebt und kann sagen, dass ich noch keinen Kariyer Favoriten habe. Sie sind alle sehr sympathisch und machen ihre Sache professionell.

Die kirchliche Trauung

Aber ich bin abgeschweift oder heisst das abgeschwiffen? 😉 Mein Bericht sollte eigentlich von der kirchlichen Hochzeit von Stefanie und Peter am letzten Freitag erzählen. Also zurück zum Thema.

Meine absolute Lieblingskirche ist die Clemenskirche in Münster. Sie ist einfach nur wunderschön. Ein Traum für romantisch veranlagte Mädchen. Wer einmal drin war, weiss wovon ich spreche. Darüber werde ich beizeiten bestimmt auch nochmal schreiben.
Aber als ich neulich zum ersten Mal die Kapelle von Schloss Nordkirchen betrat, dachte ich, ich hätte ein Dejavú. Die Kapelle hat denselben Stil.

Natürlich habe ich der netten Küsterin auch gleich davon erzählt und sie meinte nur, das wäre ja kein Wunder, die Kapellen wholesale mlb jerseys sind beide vom selben Architekten nämlich Johann Conrad Schlaun. Ups, peinlich. Über den Architekten hatte ich mir bis dato noch gar keine Gedanken gemacht. Ich glaube, ich sollte mich doch mal ein bisschen mehr mit der Architektur meiner Lieblingskirche beschäftigen, zumal cheap jerseys der Name Schlaun in Münster selbstverständlich ein Begriff ist. Aber zumindest weiss ich jetzt, wo ich weitere von diesen schönen Gebäuden finden kann. 🙂

Weil es in der Kapelle vorne ein wenig beengt ist, singe ich hier gerne von hinten, neben der kleinen Orgel. Der Platz ist auch dort eher begrenzt. Es passt gerade mal meine kleine Anlage hin und das wars. In der Kapelle sind etwa (auch das wieder geschätzt) 50-60 Plätze. Wenn dann wie bei der letzten Trauung 100 Leute kommen, wird es mehr als eng. In diesem Fall standen die Leute so gedrängt, dass der Organist nur noch mit Mühe zu seinem Platz an der Orgel kam und die Tür gar nicht mehr geschlossen werden konnte. Ich selbst war zwischen einige der Gäste gequetscht worden und konnte nur noch mit Mühe einen Arm durchstrecken um meine Anlage zu bedienen. Hinzu kam, dass durch die Wärme draußen und die vielen Menschen drinnen eine wahnsinnige Hitze herrschte. Dass da keiner umgekippt ist, grenzt schon an ein Wunder.

Wenn man von diesem Makel absieht, war die kirchliche Trauung von Stefanie und Peter eine wahre Märchenhochzeit. Sie bestand aus einem Wortgottesdienst mit Abendmahl.

Zum Einzug sang ich „A moment like this“ von Kelly Clarkson. In einem Traum aus weißer Spitze beschritt die aufgeregte Braut Stefanie den Weg zum Altar. Bräutigam Peter nahm sie sichtlich gerührt in Empfang.
Die Gäste sangen begleitet durch den Organisten Cornelius Bracht „Da berühren sich Himmel und Erde“ und wurden anschließend vom Pfarrer begrüßt.

Schloss Nordkirchen hat keinen festen Pfarrer oder Organisten, das Brautpaar bringt beide mit. Im letzten Herbst, als es um die Planung der Trauung ging, telefonierte ich mit Stefanie und sie erzählte mir, dass der Pfarrer ihrer Gemeinde ziemlich „konservativ“ (Ist das das politisch korrekte Wort für stur und selbstherrlich?) ist und irgendwie so gar nicht auf ihre Wünsche eingehen wollte. Das war auch der Grund, warum sie sich überhaupt entschlossen hatten, nicht in ihrer Gemeinde, sondern auf dem Schloss Nordkirchen zu heiraten.

Letztendlich hatten sie sich für den Kaplan Dr. Jochen Reidegeld von der katholischen St.-Agatha-Gemeinde in Angelmodde entschieden. Dieser hielt nun eine großartige Hochzeitszeremonie. Seine Predigt war bewegend, persönlich und durchzogen mit einem angemessen humorvollen Charme. Diese Mischung aus Kompetenz und Gelassenheit macht einen wirklich guten Redner aus. Dabei wirkte er durchweg sympathisch und aufgeschlossen. Ja, es gibt sie noch, die lieben Pfarrer, die fragen, was sie für ihre Schäfchen tun können.

Kyrie, Gloria, Tagesgebet und dann die Lesung über „Die Liebe und der lange Weg des Lebens“ (nachzulesen in meiner Textsammlung unter „Zur Hochzeit“). Danach sang ich als Zwischengesang „Hallelujah“ in der Version von Alexandra Burke. Nach dem Evangelium und der bereits erwähnten bewegenden Rede vom Kaplan Reidegeld kam der Trauakt mit der Segnung der Ringe, Ja-Wort, Ringtausch, Bestätigung und Trausegen. Und dann sang ich „Ave Maria“ von Schubert. Ich singe dieses Lied seit kurzem immer ohne Mikrofon ganz pur a Cappella. Gerade, wenn man die anderen Lieder mit Technik gesungen hat, kommt durch diese andere Art der Interpretation nochmal ein völlig neuer Höreffekt auf. Ich habe das mal bei einem Konzert von Michael Bublé erlebt, bei dem er am Ende ohne Technik ganz pur gesungen hat. Das war einfach nur – WOW. Ich denke, mein „Ave Maria“ hat seine Wirkung auch nicht verfehlt. 😉

Die anschließenden Fürbitten mit Bezug zur Rose, ebenfalls sehr schön und stilvoll, kann man auch in meiner Textsammlung nachlesen. Nun, wo andere Trauungen schon beinahe zu Ende gehen, beginnt die zweite Zeremonie – das Abendmahl oder auch die Eucharistie. Die Feier zum Gedenken an das Sterben und die Auferstehung von Jesus Christus beinhaltet die Gabenbereitung bei dem meist das Lied „Wenn das Brot, das wir teilen“ von der Gemeinde gesungen wird, dann verschiedene Riten mit Gebeten des Pfarrers und Antwortgesängen der Gemeinde, das Vaterunser und oft der Friedensgruß. Höhepunkt ist die Kommunion, bei der die heiligen Gaben an die Gemeinde verteilt werden. Während der Kommunion herrscht eine Atmosphäre der Andacht, die der Organist dezent begleitet.
Zur Danksagung nach der Kommunion kam ich noch einmal zum Zug und sang dem Titel gemäß kraftvoll „The Power of love“ in der Version von Celine Dion.
Und nun das, was keiner weiss, darf man in der Kirche klatschen oder nicht? Ich denke, man darf. Wer sagt, dass man still und steif in der Kirche sitzen muss? Ein bisschen Freude muss doch erlaubt sein. Aber jeder Pfarrer handhabt das anders. Zu denen die aktiv das Klatschen unterbinden, fällt mir wieder das Wort von vorhin ein – konservativ. Wie oft sprechen mich Gäste nach einer kirchlichen Trauung an: Ach, wenn wir gekonnt hätten, wir hätten so gerne geklatscht… Ja, dann macht es doch einfach!
Bei Dr. Reidegeld darf man anscheinend klatschen, denn jetzt endlich nach meinem vierten und letzten Lied bekam ich auch einen echten en Applaus in der Kirche.

Nach einer Meditation, Schlussgebet und Segen wurden die Türen für den Auszug komplett geöffnet. Das letzte Lied der Gemeinde war danach kaum noch zu ertragen, weil eigentlich alle wegen Hitze und Platzangst fluchtartig die Kapelle verlassen wollten. Aber wir haben uns doch zusammengerissen, die Panik niedergekämpft und sind ganz gesittet zum Orgelspiel nach insgesamt 1,5 Stunden wieder ausgezogen.

Mein Fazit: Es war eine sehr schöne Trauung in einem traumhaften Ambiente auf Schloss Nordkirchen.
Aber an zukünftige wholesale jerseys Paare ein gutgemeinter Rat: Bitte, liebe Brautpaare, achtet darauf, dass die Größe der Kirche und die Anzahl der Gäste in einem vernünftigen Verhältnis zueinander stehen, sonst kann die schönste Trauung für eure Gäste zur Tortur werden.

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